Ursula Rajana (Fortsetzung)

auf die Schliche zu kommen. Es folgten weite spirituelle Reisen im Innen und Außen.

Es gab eine befreiende Sannyas-Zeit mit Osho, herzöffnende Jahre auf dem Sufi-Weg und Berührtsein während meines Engagements im tibetischen Buddhismus (Vajrajana). Es brachte mich in Berührung mit einem offenen sanfteren Platz in mir und der Fähigkeit – statt Urteil und Kampf – zu allem eine mitfühlende Beziehung aufzunehmen.

 

Es gab Begegnungen mit großen Lehrern und Meistern, allen voran mit Virginia Satir, deren systemische Pionierarbeit und wertschätzende therapeutische Haltung mich sehr inspirierte. Ich wurde kurz vor ihrem Tod noch ihre Assistentin und durfte sie auf multiracial Workshops in USA begleiten.

 

Ein weiteres Licht auf meinem Weg war Daskalos, der große Heiler von Zypern. Ich war Schülerin von ihm und er begleitet bis heute meine Arbeit.

 

Der wichtigste Lehrer in meinem Leben ist das Leben selbst. Und so schlug das Leben auf der Höhe meiner Karriere eine Wende vor, zog mir den Teppich unter den Füßen weg und katapultierte mich aus meinem alten Leben hinaus in ein neues: auf einen Kraftplatz auf einem Berg in 7-Jahre Einsamkeit, um ein auf das Notwendigste reduzierte „schamanisches Leben“ zu führen.

 

Ich hatte Land und Karriere zurückgelassen um mich - nichtsahnend - dem auszusetzen, wovor ich am meisten Angst hatte: die Angst vor dem Unbekannten (wobei „der Mann“ auch eine Rolle spielte!).

„Dropping knowledge“ war angesagt und die Aufhebung alter Seh- und Denkgewohnheiten - und schauen was übrig bleibt. Begegnung mit Schatten und Licht in mir, Einblicke in die Wirklichkeit und mit Entsetzen gewahr werden, welche Macht wir falschen Wahrnehmungen geben und Konditionierungen erlauben, Wahrheit zu verschleiern.

 

Ich fand den „goldenen Faden“ meiner Bestimmung: das Leben in anderen zu stärken und Räume zu kreieren - und zu halten -, in denen Transformation vielleicht spielerisch geschehen kann! Räume, in denen entspannen möglich ist, schwimmen, atmen, tanzen und geschehen lassen , „.....weil das Wunder immer geschieht, weil wir ohne die Gnade nicht leben können“ (Hilde Domin).

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